Der Blog für die Zukunft!

Gemeinde hat Zukunft – das Thema kann man doch nicht nur an einem einzelnen Tag bearbeiten, fanden wir. Und weil wir ja die Besucher schon aufgefordert hatten, ihre Smartphones mitzubringen (obwohl wir letztlich – hauptsächlich aus Kostengründen – gar nix Interaktives machen…), kam uns die Idee, einen Weblog einzurichten. Da kann es dann weitergehen, denn hier kann jeder seine Gedanken dazu einbringen: kritische Anmerkungen, Fragen, gerne auch Lob und wenn möglich auch Berichte über die Erfahrungen, die ihr selbst gemacht habt.

Heute am Kreisgemeindetag selbst haben wir zwei zentrale Veranstaltungen, bei denen Präses Ansgar Hörsting sich mit dem Themenfeld „Zukunft“ auseinandersetzen möchte. Zukunft, die Gott uns gegeben hat lautet die Überschrift für den Vormittag. Wie stellt sich Gott eigentlich unsere Zukunft vor? Und wie können wir das wissen? Sieht sie für Gemeinden mit hundertjähriger Tradition anders aus als für Neugründungen, in denen es gerade erst so richtig losgeht? Was meint Gott dazu, dass unsere jungen Leute voller Ehrgeiz zum Studium in die Städte ziehen – und dann nicht wieder in die Provinz zurückkehren möchten? Dass viele Mitglieder durch Arbeit, Familie und andere Dinge so beschäftigt sind, dass ihnen dauerhafte Mitarbeit nicht möglich ist? Dass wir als Christen immer mehr in die Rolle einer gesellschaftlichen Minderheit geraten, auf die man z.B. bei der Terminplanung am Sonntagmorgen keine Rücksicht nehmen muss?Nun kann natürlich auch eine noch so gründliche Auslegung nicht alle Fragen beantworten, aber wir hoffen darauf, dass uns das, was wir hören, neuen Mut machen wird. Was sagt ihr dazu?

„Wenn wir das tun, was die Väter taten, tun wir nicht mehr, was die Väter taten“, heißt ein geflügeltes Wort (kennt einer den Autor?). Denn auch wenn sie auf den alten Fotos eher streng und altmodisch aussehen, so waren doch die „Väter“ – beispielsweise die Gründer unserer FeGs und darüber hinaus – Erneuerer, Menschen, die immer wieder Dinge in Frage stellten und nichts so machten, „weil das schon immer so war“, sondern weil sie in ihrer Bibel lasen und dadurch bewegt wurden, etwas zu verändern. Tun wir das auch? Oder sind auch wir in Formen erstarrt, die gar nicht mehr zu dem passen, was um uns herum passiert? Für die Zukunft entfesselt ist deshalb der Titel unserer Nachmittagsveranstaltung. Es geht darum, dass wir uns durch Christus aus all dem befreien lassen, was uns blockiert und unfähig zur Veränderung macht, und das können ganz unterschiedliche Dinge sein – vielleicht kennt ihr Beispiele dafür.

Möchtet ihr auch eure Gedanken zu diesem Thema beitragen? Dann schreibt das in die Kommentare hinein. Es wäre schön, wenn ihr euch mit euren Namen eintragt, weil wir doch nicht mit geschlossenem Visier gegeneinander kämpfen wie mittelalterliche Ritter, sondern in einen offenen Austausch kommen möchten. Wir bitten um Verständnis, dass wir die Kommentare prüfen und solche auch entfernen, die sich nicht an ein Mindestmaß von Höflichkeit und  gegenseitiger Wertschätzung halten. Kritische Stimmen hingegen sind willkommen, denn vielleicht stoßen sie genau die Fragen an, die für uns wichtig sind. Wir sind gespannt!

Ursula Schröder

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