Blick auf Langeoog

Pastorentagung Langeoog 2015Gerade kam die Freitags-Mail von Dietrich Ebeling, „live“ von der diesjährigen Pastorentagung auf Langeoog. Wenn ich es richtig sehe, hat Detlef Kühne dieses Bild gemacht – vielleicht mithilfe einer Möwe?

Jedenfalls hoffen wir, dass unsere Kreispastoren erholt, erfrischt und motiviert von der Nordseeinsel zurück zu uns ins Sauerland kommen.

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Gemeinsam Gemeinde bauen – im Sauerland

Der Sauerlandkreis ruht sich nicht auf seinem aktuellen Zustand aus, sondern unterstützt auch weitere Gemeindegründungsinitiativen. Momentan haben wir Kontakt zu zwei solcher Ansätze.

In Schmallenberg gibt es seit etwa 6 Jahren einen kleinen Kreis, der regelmäßige Gottesdienste und Bibelabende durchführt. Inzwischen werden etwa 30 bis 40 Menschen dadurch erreicht, aber es zeigt sich, dass die Arbeit in dieser Region nicht immer einfach ist.

Auch in Attendorn trifft sich seit gut 2 Jahren ein Hauskreis, der den Wunsch hat, auf Dauer eine Gemeinde zu gründen. Neben ihren eigenen Abenden führen die Mitglieder auch Andachten im Krankenhaus durch; durch die Kontakte in den Sauerlandkreis hinein kam es auch zu Besuchen im Gottesdienst bestehender Gemeinden.

Für beide Arbeiten möchten wir zum Gebet aufrufen. Betet für

  • Kraft für die Mitarbeiter
  • Gotteserfahrungen
  • Persönliche Kontakte zu anderen Christen und neugierigen Menschen
  • Bereitschaft zur Mitarbeit
  • Dass Menschen zum Glauben kommen

BUJU-Rückblick

BUJU 2015 Erfurt Sauerlandkreis

Ankunft der Sauerländer

Eigentlich ist es nicht angemessen, dass ich hier einen BUJU-Rückblick schreibe, weil ich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre. Und das „BUJU Gold“, das auf 50 Jahre Bundesjugendtreffen zurückblickte, habe ich auch verpasst – zu viel gab es im Café Seelsorge zu tun. Rein statistisch gesehen hat fast jeder Zehnte der rund 5000 Teilnehmer bei uns ein Gespräch geführt!

Aber auch als angegrauter Mitarbeiter nimmt man die Stimmung wahr, die hier herrscht. Draußen: eine bunte Zeltstadt, in deren Gängen gespielt, gelacht und Musik gemacht wird. Zum Glück hat das Wetter mitgespielt und uns einige freundliche Sonnentage gegönnt, ohne dass es zu heiß wurde und die Sanitäter großflächig eingreifen mussten. Drinnen: ein Kommen und Gehen, viele Angebote an ganz unterschiedlichen Ständen, wo man sich informieren, unterhalten, beschenken und herausfordern lassen konnte. 5 Zentralveranstaltungen beschäftigten sich mit dem Thema „Heiliger Geist“ und seinen Konsequenzen – darauf bezog sich letztlich auch das Gesamt-Thema „ÜberReicher“, das deutlich lesbar auf den T-Shirts der Mitarbeiter prangte. Das klassische Seminarprogramm wurde abgelöst durch sogenannte Livestreams: thematische Kurzvorträge, deren Verfügbarkeit auch über das Handy abgerufen werden konnte. Der Sonntagnachmittag gehörte ebenfalls der Stadtaktion, bei der viele Teilnehmer sich durch öffentliche Vorführungen ebenso präsentierten wie mit Besuchen in einigen Seniorenzentren. Am Sonntagabend war dann die australische Band „Planetshakers“ ein Höhepunkt für alle, die etwas „auf die Ohren“ haben wollten.

BUJU 2015 Sauerlandkreis

Die Messe Erfurt bereit sich auf uns vor

Zwei Jahre Vorbereitung, und schon ist es wieder vorbei. 550 Mitarbeiter haben daran mitgewirkt, dass alles problemfrei über die Bühne gehen konnte. Viele von ihnen waren schon früher angereist und konnten am Freitagabend einen Mitarbeitergottesdienst mit Abendmahl feiern – dieses Mal zum Glück auch ohne Unwetter! (Vor zwei Jahren hätte uns ein Gewitter mit schweren Hagelschauern fast das BUJU verdorben, weil das einlaufende Wasser beinahe die Elektrik erreicht  hätte – und auch das Café Seelsorge stand kurz vor der Schließung.)

Was bleibt? Für mich persönlich wieder einmal die Erfahrung, dass Gott gerade solche „Highlights“ gebraucht, um Menschen anzusprechen. Aber auch die Wahrnehmung, wie viel Schweres schon unsere Teenies und Jugendlichen mit sich herumschleppen. Viele von ihnen nutzen die Anonymität des Café Seelsorge, um darüber zu sprechen. Der Persönlichkeitstest, den die Allianz-Mission anbot, fand ungeheuer viel Interesse – auch ein Indiz dafür, dass junge Menschen auf der Suche nach sich selber sind. Beten wir dafür, dass sie viel Segensreiches mitgenommen haben und damit in unseren Gemeinden auch einen Platz finden.

Ursula Schröder

Jelena Herder

Kreisgemeindetag

Foto: Jochen Schmidt, Lüdenscheid

Texte mit Tiefgang und eingängige Musik – das sind Markenzeichen von Jelena Herder. Auf dem Kreisgemeindetag hat sie uns mit ihrem Programm aus Liedern und Poetry-Slam-artigen Texteinlagen begeistert. Die aus Kierspe stammende Künstlerin studiert Evangelische Theologie (momentan in Greifswald bei Michael Herbst), wird aber auch zunehmend häufiger für Konzertauftritte gebucht. Nachdem sie schon auf dem letzten BuJu im Spätprogramm aufgetreten war, kam sie für den diesjährigen Kirchentag in Stuttgart in die engere Auswahl einer Gruppe von Nachwuchskünstlern und musste sich bei der Abstimmung im Internet nur ganz knapp geschlagen geben.

Der Mannheimer Musiker und Pop-Akademie-Dozent Daniel Jakobi war von ihr so angetan, dass er eine CD mit Jelena produzierte, bei der auch so namhafte Künstler wie Johannes Falk oder Ben Seipel mitwirkten. „Momentaufnahmen“ enthält 10 Lieder, die sie selbst getextet und komponiert hat und die mit ihren ebenso nachdenkenswerten wie erfrischenden Aussagen überzeugen. (Mein persönlicher Favorit ist „Du mit dem Feuer“, in dem sie sich mit der Frage auseinandersetzt, warum wir selbst oft so kraftlos sind, während andere scheinbar mühelos und energiegeladen ihren Glauben leben.) Ganz sicher wird man von Jelena Herder noch mehr hören, denn mit ihren Beiträgen auf dem Kreisgemeindetag hat sie nicht nur das Thema auf sehr persönliche Weise ergänzt, sondern auch viele neue Fans gewonnen – nicht zuletzt unseren Präses Ansgar Hörsting, der Auszüge ihrer Lieder sogar in seiner Predigt verwendete. Wer kurzfristig mehr von ihr hören möchte, kann z.B. unter www.jelenaherder.de nachschauen oder ihre CD erwerben – nicht zuletzt gibt es die bei amazon.de.

Momentaufnahmen

CD Jelena Herder

Ein Werbeblock auf einer eigentlich ganz anders ausgerichteten Seite? Vielleicht. Aber ich denke, wir sollten Talente wie diese unterstützen, denn durch sie erfahren viele Menschen etwas über Christus, die an anderen Stellen nicht mehr hinhören.

Ursula Schröder

Der Sauerland-Kanon

Es gibt Sachen, die scheinen ganz einfach zu sein, völlig mühelos, so als wäre es ganz leicht, das auch selbst zu machen. Erst wenn man versucht, das auch wirklich zu tun, merkt man, wie viel Einsatz und Begabung dahinter steckt. Das ging uns so mit dem Sauerland-Kanon. Burchard Leppert und ich wünschten uns einen originellen Einstieg in die Vormittagsveranstaltung, die alle Kreisgemeinden würdigt, ohne langatmig zu werden. Vielleicht ein Lied, in dem die Namen vorkommen?

Weil Klaus Seuthe aus Kierspe nicht nur ein begnadeter Musiker, sondern auch ein Freund guter Sprache ist, baten wir ihn um Hilfe. Und schon kurze Zeit später stellte er uns seinen Vorschlag vor, der nicht nur alle genannten Kriterien erfüllt, sondern auch super-gut zu singen ist, weil er ein bekanntes Lied aufgreift. Vielleicht wird er eines Tages unsere offizielle Sauerland-Hymne?

Hier der Text. Die Melodie finden Sie z.B. im Liederbuch „Feiern und Loben“ unter der Nummer 34.

Wir sind hier zusammen in Jesu Namen, um dich zu loben, o Herr
Wir sind hier zusammen in Jesu Namen, um dich zu loben, o Herr

Wir sind aus Kierspe und auch aus Wipperfürth
weil hier in Lüdenscheid ein Fest gefeiert wird
aus Brüchermühle und aus dem Volmetal
aus Meinerzhagen gar in großer Zahl.
Hohenlimburg, Hemer, Iserlohn,
auch Schalksmühle kennt man schon.

Wir sind hier zusammen…

Drabenderhöhe, Bergneustadt, Gummersbach,
die kennt man meistens schon an ihrem Zungenschlach ;o)
In Dieringhausen wird es nicht anders sein,
und auch in Waldbröl spricht man nicht astrein, woll?
Halver, Bever, Ihne sind nicht neu,
Mühlenrahmede ist dabei!

Wir sind hier zusammen…

Ob man das Ganze nun als Kanon singt oder nicht: wichtig ist auf jeden Fall das herzerfrischende „Woll!“ in der zweiten Strophe, das noch mal einen sauerländischen Akzent setzt, wenn der eher rheinländisch/oberbergische Teil des Kreises genannt wird. Denn das lassen wir uns als Sauerländer ja nicht nehmen, woll?

Ursula Schröder

Zeit für Zukunft

Präses BundFeG Ansgar HörstingViele Leute haben uns gefragt, ob die Gottesdienste oder wenigstens die Predigten des Kreisgemeindetages mitgeschnitten worden sind: nein, leider nicht! Das tut uns inzwischen sehr leid, denn unser Präses Ansgar Hörsting hatte Eindrückliches zu sagen. Am Vormittag ging es um Offenbarung 1,8: „Ich bin das A und das O – der ist und der war und der kommt, der Herrscher der ganzen Welt“, sagt Gott, der Herr. 

Dazu hat er uns auch ein persönliches Zitat geschickt: „Wer weiß, woher er kommt und wohin er geht, lebt heute mutig, egal, wie’s um ihn steht.“ Wir dürfen uns darauf verlassen, dass Gott Herr der Zeit ist, und uns mutig an die Arbeit machen – in unseren Gemeinden, in unserem Kreis, im Bund, überall da, wo Gott uns beauftragt.

Ein faszinierendes Thema erwartete uns auch am Nachmittag. Viele kennen die Geschichte von der ehernen Schlange: das Volk Israel, sowieso schon unzufrieden und aufmüpfig während der Wüstenwanderung, wird nun auch noch von giftigen Schlangen heimgesucht. Mose bekommt von Gott den Auftrag, eine Schlange aus Eisen aufzustellen, und wer auf dieses Zeichen blickt, darf leben. Aber haben Sie sich schon mal darüber Gedanken gemacht, wie es mit dieser Plastik weiterging? Die Ehrfurcht vor der heilenden Kraft, vor Gottes klarem Auftrag, erlaubt natürlich nicht, das Ding zu entsorgen, als es nicht mehr gebraucht wurde. Also wurde es mitgenommen und weiterverwendet: die Israeliten nannten die Schlange „Nehuschtan“ und gebrauchten sie als eine Art Götzenbild. 2. Könige 18 berichtet, wie König Hiskija die Schlange zerstörte, weil er begriff, was geschehen war: aus einem hilfreichen Zeichen Gottes wird ein Ersatzgott, der den Blick auf den wahren Gott versperrt. Ansgar Hörsting konfrontierte uns mit der Frage, ob uns das auch so geht. Welche Maßnahmen waren zu einem bestimmten Zeitpunkt wirkungsvoll – und sind inzwischen zu Formen erstarrt, die keinen Sinn mehr machen? Sein Bild dafür war im wahrsten Sinne des Wortes heiß: geht es um die Anbetung der Asche oder um das Weitertragen der Glut?

Er ermutigte uns, Veränderung positiv anzugehen. „Um die Berufung zu leben, die Gott uns gegeben hat, müssen wir beenden, was Gott Konkurrenz macht“, war eine seiner Kernaussagen. Was könnte das in unseren Gemeinden sein?

Wenn Sie mögen, können Sie Ihre Gedanken dazu in einem Kommentar abgeben. Ich fände es toll, wenn wir als Sauerlandkreis auf diese Weise in einen konstruktiven Dialog eintreten. Natürlich ist dies ein ganz neuer, ein sehr ungewohnter Weg. Aber vielleicht hilft uns dieses Medium,  kreativ weiterzuarbeiten an den Impulsen, die wir aus Lüdenscheid mitgenommen haben? Vertrauen wir auf die Zukunft!

Ursula Schröder

Endlich: erster Rückblick

Gottesdienst KreisgemeindetagGemeinde hat Zukunft – zu diesem Thema ließ sich immerhin etwa jeder Fünfte der ca. 2500 Mitglieder unserer Kreisgemeinden am 26. April 2015 in das Kulturhaus Lüdenscheid einladen. Schon dort wurde auf diesen Blog auf der Sauerlandkreis-Homepage hingewiesen, die leider ausgerechnet an diesem Wochenende nicht erreichbar war…

Umso wichtiger ist es, dass „Zukunft“ über so einen Event hinausreicht. Weil Jochen Schmidt aus der Lüdenscheider FeG so nett war, uns einige seiner Fotos zur Verfügung zu stellen, wollen wir in den nächsten Tagen anhand der Bilder immer wieder in einzelnen Beiträgen zurückschauen – und gleichzeitig auch nach vorn, denn wir sind schließlich überzeugt davon, dass Gott noch viel vorhat mit uns, als Einzelne, als Gemeinden, als Sauerlandkreis und darüber hinaus.

Gern können Sie dazu Ihre Kommentare abgeben. Ist Ihnen an diesem Tag etwas wichtig geworden? Sind Ihre Fragen offen geblieben? Haben Sie entscheidende Aspekte vermisst? Nutzen Sie unten das Feld mit dem Hinweis „Leave a reply“ (tja, Englisch ist nun mal im Internet üblich… aber wir schreiben hier auf Deutsch!) und fügen Sie Ihren Kommentar ein.

Was Sie zum Thema Zukunft und Gemeinde im Sauerland beschäftigt: Hier ist Platz dafür. Und hier wird es auf jeden Fall weitergehen. Sie dürfen gespannt sein.